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Calberlah. Selbstbewusst, fachkundig und mit Spaß berichteten die Neuntklässler der Oberschule (OBS) Calberlah gestern den Achtklässlern von ihren dreiwöchigen Schülerpraktika.

Sie nannten Vor- und Nachteile ihrer Praktikumsplätze, gaben Telefonnummern für Ansprechpartner weiter und beantworteten Fragen. „Das ist in dieser Art Premiere“, berichtete Barbara Ridder, an der OBS für Berufsorientierung zuständig.

Selma Gökkus, Marie Ebert und Madlin Günther waren in verschiedenen Krankenhäusern. „Wir durften gleich ganz konkret was tun“, berichtete Marie Ebert. „Blutdruck und Temperatur messen.“ Das Vertrauen, das die Stationsleitungen in die drei Neuntklässlerinnen gesetzt haben, hat diese beeindruckt. Ihr Wissen jetzt in der Schulaula an die Jüngeren weiter zu geben, fiel ihnen nicht schwer. „Schwierig war höchstens, auch negative Punkte zu finden“, lachte Madlin Günther.

Jennifer Behrens hat bei einem Elektriker Praktikum gemacht. Obwohl sie in dem Betrieb außer der Bürokraft die einzige Frau war, „hat man mich sofort ganz nett in die Gemeinschaft aufgenommen“. Sie würde gerne auch eine Ausbildung zur Elektrikerin machen und setzt auf ein Gespräch in ihrem Praktikumsbetrieb: „Vielleicht klappt es ja sogar dort.“

Barbara Ridder freute sich über die große Vielfalt der Berufe: „Jemand war in der Bibliothek, jemand bei der Polizei, wir haben Landwirtschaft und Pflege dabei, auffallend groß war das Interesse an Praktika in Hotelerie und Gastronomie.“ Leider sei es nicht ganz einfach gewesen, auch im Handwerk Praktikumsplätze zu finden.

aus Aller-Zeitung vom 01. April 2017, Seite 25